Lärmsanierung

Kriterien für die Lärmsanierung

Was wird saniert?

Die „Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ gibt die Regeln für die Lärmsanierung vor. Sie gilt seit dem 1. Januar 2019. Begünstigt sind Gebäude, die vor dem 1. Januar 2015 errichtet wurden.

Auslösewerte für die Lärmsanierung

In Wohngebieten kann Schallschutz gefördert werden, wenn die Auslösewerte von 67 dB(A) am Tag oder 57 dB(A) in der Nacht überschritten werden. Grundlage für den Vergleich mit den Auslösewerten ist der sogenannte Beurteilungspegel. Dieser ist ein Mittelwert. Zur Ermittlung werden alle Zugfahrten zusammengenommen betrachtet. In die Berechnung fließen die Zahl der Achsen eines Zuges, seine Geschwindigkeit, die Bremsbauart sowie die Art der Wagen und die Topologie zwischen Schallquelle und Empfänger ein. Hier wir auch wird der in Zukunft zu erwartende Verkehr berücksichtigt.

So leise muss es sein: Auslösewerte der Lärmsanierung in db(A)*

*db(A) ist die Einheit, in der die Messgröße des Schalls angegeben wird. Der Wert 60 dB(A) entspricht in etwa dem Geräuschpegel von Büros, Restaurants oder Warenhäusern und wird als mäßig eingestuft.

Aktualisierung bringt Verbesserung

Bei der Förderrichtlinie wurde auch der Koalitionsvertrag 2018 berücksichtigt. Nach diesem soll bei der Gestaltung von Schallschutz mehr Rücksicht auf die Interessen der Tourismus- und Gesundheitswirtschaft genommen werden. Dadurch können auch aufwendiger gestaltete Schallschutzwände gefördert werden.